Skip to main content

Foamboard-Einsatz im Selbstbau

Das Problem dürfte den meisten Brettspielern bekannt sein: Brettspiele kommen selten mit einem Einsatz der den Auf- oder Abbau einfach gestaltet oder alle Komponenten vernünftig sortiert behält.

Nun kann sich der Brettspieler auf mehrere Arten behelfen: Alles im Karton lose herumfliegen lassen was die Teile beschädigen kann und den Aufbau nur unnötig schwer macht bis alles zusammen gesucht wurde. Man kann Material in zahlreichen Plastiktütchen unterbringen, was eine kostengünstige Lösung wäre um das Spielmaterial zumindest einigermaßen beisammen zu halten. Sortimentskästen lassen sich ebenfalls verwenden, bieten jedoch aufgrund der Fachgröße eher nur Kleinteilen Platz und eventuell auch keine optimale Aufteilung.

Wenn man nun eine Lösung möchte, die den verfügbaren Platz im Karton optimal ausnutzt, bleibt fast nur die Selbstbau-Lösung. Hierzu eignen sich vor allem Schaumstoffplatten. Diese sind auch bekannt als Modellbauplatte, Foamboard oder Kappaboard je nach Hersteller. Das Material besteht aus einem Schaumstoff-Kern und ist auf beiden Seiten durch eine aufgeklebte Schicht Papier verstärkt. Typische Stärken sind hier 3mm oder 5mm sowie Größen in DIN A4, DIN A3 oder noch größer. Persönlich verwende ich Platten der Stärke 5mm und Größe DIN A3. Diese geben dem gebauten Einsatz die nötige Stabilität sowie beim Bau eine gute Größe um diese auf dem Tisch zuzuschneiden.

Was wird zur Herstellung eines Foamboard-Einsatz benötigt?

Materialien zum Bau von Foamcore Einsätzen

Materialien zum Bau von Foamcore Einsätzen

Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links

Neben dem Schaumstoff als Baumaterial selbst, wird zunächst eine schnittfeste Unterlage benötigt wenn man sich nun nicht gerade den Schreibtisch oder Küchentisch ruinieren will. Aber auch im Bastelkeller sollte man eine Unterlage verwenden um das Messer nicht unnötig zu beanspruchen. Zum Zuschnitt der einzelnen Teile eignet sich ein Bastel-Skalpell sowie für den geraden Schnitt ein Aluminium-Lineal. Kunststoff-Lineale eignen sich nicht, da diese vom Skalpell beschädigt werden können. Zum Anzeichnen der einzelnen Teile empfiehlt sich außerdem die Verwendung von Finelinern.

Sind die einzelnen Teile zugeschnitten benötigt man noch Bastelleim sowie Stecknadeln mit großem Kopf um die verklebten Teile während dem Trocknen zusammen zu halten. Wahlweise nimmt man zum Auftragen des Leims auf den Kanten oder über größere Flächen auch Pinsel mit harten Borsten wenn man den Leim nicht an den Fingern kleben haben will. Der Leim lässt sich in der Regel aber ganz einfach von den Fingern entfernen.

Welche Vorteile bietet ein Foamboard-Einsatz?

Ein selbst gebauter Einsatz bietet so einige Vorteile: Wie schon erwähnt nutzt er den Platz im Karton optimal aus. Man kann je nach Spiel Träger für Spielplanteile, Spielermaterial, Ressourcen usw. bauen. Dies beschleunigt den Aufbau oder Abbau gerade bei komplexeren Spielen mit vielen Einzelteilen erheblich. Es lassen sich aber auch Einsätze so bauen, dass in den Karton des Grundspiels auch das Material von Erweiterungen Platz findet. So muss man dann zu einem Spieletreff statt zwei, drei oder noch mehr nur eine Schachtel mitnehmen und hat trotzdem das komplette Spiel dabei.

Bauvorschläge

Hier aufgelistet sind die von mir konstruierten und gebauten Einsätze. Diese dienen nur als Bauvorschlag und sind nach meinen Bedürfnissen erstellt. Sie können gerne zum Nachbau verwendet werden oder als Basis für eigene Einsätze dienen.

Spieleinsätze

Accessoires